Aktuelles

Neuwahlen bei der Ordentlichen Mitgliederversammlung der Segelfliegergemeinschaft Backnang e.V.

Am Samstag, den 21. Mai konnte die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der Segelfliegergemeinschaft  Backnang wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden.

Traditionell trafen sich die zahlreichen Mitglieder im Saal der Höhengaststätte Sinzenburg.

Auf der Tagesordnung standen dieses Jahr neben Jahresrückblick, Berichten der Referenten, Kassenbericht, Neufassung der Satzung, Wahl der Beisitzer auch die Neuwahl des 1. und 2. Vorsitzenden.

Hans-Peter Denz, der nunmehr 21 Jahre als 1. Vorsitzender tätig war, hatte seinen Rückzug angekündigt.

In seinem teils emotionalen Rückblick auf seine langjährige Vorstandszeit hatte er viele Anekdoten zu erzählen mit einer Auswahl ihm besonders wichtigen Ereignissen und Höhepunkten, allerdings ging er auch auf  die wenigen schmerzlichen Momente seiner Amtszeit ein.

Tobias Brehm, der schon seit 10 Jahren als 2. Vorsitzender im Verein viel Vorstandserfahrung gesammelt hat, hatte sich bereit erklärt für das Amt des 1. Vorsitzenden zur Verfügung zu stehen.

Bei der geheim durchgeführten Wahl wurde er einstimmig bestätigt.

Für das nun zu besetzende Amt des 2. Vorsitzenden wurde Philipp Nierkamp vorgeschlagen. Aktuell schon als Gesamtausbildungsleiter sehr engagiert im Verein wurde auch er von der Versammlung bestätigt.

Nicht zufällig war Matthias Seehuber, Vizepräsident des Baden Württembergischen Luftfahrtverbandes, bei der Mitgliederversammlung zu Gast. Er hatte die goldene Ehrennadel und die zugehörige Urkunde im Gepäck, die er Hans-Peter Denz für seine Verdienste verlieh.

Doch auch der Verein hatte Ehrungen vorbereitet.

Die Segelfliegergemeinschaft ernannte Hans-Peter Denz zum Ehrenmitglied. Der neue Vorstand übergab die Ehrenurkunde zusammen mit einem Präsent und einen Blumenstrauß für Bärbel Denz, die ihrem Mann in all den Jahren den Rücken frei gehalten hat und unter anderem bei der Organisation der Fliegerfeste eine wesentliche Rolle gespielt hat

Rainer Gebhardt, seit  1964 bei der SFG Backnang und immer noch aktiv, war  langjähriger 1. Vorsitzender, seit 42 Jahren als Fluglehrer aktiv, hat sich mit überragendem Einsatz um den Aufbau und Weiterentwicklung des Fluggeländes ausserordentlich verdient gemacht wurde ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt. Auch ihm wurden neben der Urkunde ein Präsent und ein Blumenstrauß für seine Frau überreicht.

Die beiden neuen Ehrenmitglieder umrahmt von den neuen 1. und 2. Vorsitzenden

Nach Ende des offiziellen Teils ging es zum gemütlichen Ausklang.

Bilder von Florian Friz, vielen Dank dafür.

Fluglager Paterzell 2021

Am 31.7. ging es dieses Jahr los, wir (SFG Backnang), fuhren zusammen mit dem Luftsportverein Reutlingen (LVR) ins Fluglager nach Paterzell EDPZ. Paterzell liegt südlich München, nahe den Bergen in einer etwas Moorigen Gegend. Der Flugplatz hat eine sehr schöne Anlage und einen sehr netten Gatgeberverein, den Luftsportverein Weilheim- Peißenberg.

                                                 

Am Anreisetag bauten wir erstmal unsere Zelte auf und machten die Einweisungsstarts. Da die Landebahn nur 300m lang ist und beide unserer Vereine normalerweise eine wesentlich längere Landebahn zu Verfügung haben, stellte sich das Landen in Paterzell als spannend dar, da man zusätzlich im Moor stehen würde, wenn man mehr als die 300m zum Landen bräuchte. Allerdings ist dort der Anflug frei und der Boden sehr weich, wodurch man nach dem Aufsetzen sehr schnell steht.

Am nächsten Tag, regnete es leider, weswegen einige Alternativprogramm machten, wie zum Beispiel Wandern. Später am Tag verbesserte sich das Wetter, sodass wir die Möglichkeit nutzten um ein paar Starts zu machen.                                                                                                                                      

Am Montagmorgen, als wir einen heftigen Sturm in der Nacht überlebt hatten, hatten wir das Vergnügen Besuch von drei Kühen, die munter über die Landebahn spazierten zu treffen.    So wie der Montag war auch der Dienstag mit gutem Wetter, Thermik und schönen Cumulanten versehen. Fast jeder Flieger war aufgebaut und einige konnten schöne Flüge mit tollen Aussichten erleben.    

Am Mittwoch und den darauffolgenden Tagen war das Wetter schon wieder nicht mehr so gut, jedoch ergriffen wir jede Chance zu Fliegen sobald das Wetter nur ein Ticken besser wurde standen die beiden ASK 21 bereit zur F-Schleppschulung am Start.

                                                       

Die restliche Zeit verbrachten wir, in dem wir Winglets für die ASK21 bastelten oder uns Gonzman Videos anschauten.

Am Freitagabend hielt ein Einheimischer, Sven, einen Vortrag über das Fliegen in den Bergen. Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Vortrag, wobei die Flugschüler damit nicht sonderlich viel Anfangen konnten, da es ihnen an der Praxis fehlte um den Inhalt des Vortrages verstehen zu können.

Die zweite Woche fing mit guten Wetter an, fast alle Flieger wurden aufgebaut und beim Warten auf den Thermikbeginn veranstalteten der LVR ein Fotoshooting von ihrer Flotte, wobei jeder Flieger in einer Reihe auf der Asphaltbahn aufgestellt wurde und mit einer Drohne Fotos geschossen wurde ( dieses Foto ist auf der Instagramseite @lvreutlingen zu finden).

Auch die darauffolgenden Tage waren mit guten Wetter versehen, einige flogen auch in die Alpen, auch die ASK21 war an diesen Tagen in den Alpen. Das ging solange gut bis der erste im Ettal auf einer Wiese mit einer Flugschülerin in der ASK21 außen landete.

                                               

Am nächsten Tag ging es für einige wieder in die Berge. Diesmal flogen der vorherige Fluglehrer und ein Flugschüler in der ASK 21, bis nach Montafon und an der Zugspitze vorbei zu fliegen, insgesamt flogen sie 218km. Jedoch mussten sie in Ohlstadt landen, was immerhin näher am Startflugplatz war als die Wiesen am Tag davor.

Der Arcus des LVR hatte am selben Tag ebenfalls einen atemberaubenden Flug, die beiden die flogen hatten vorrausschauend auch Sauerstoff eingepackt, den sie definitiv auch brauchten, denn sie flogen für einige Zeit auf 4000m. Insgesamt flogen sie 6 Stunden und schafften dabei 400km.

Die restlichen 2 Tage waren mit Blauthermik auch noch gut nutzbar, wo einige nochmal schöne Flüge genießen konnten. Auch wenn es nichtmehr wirklich in die Berge damit reichte.

Anders als anfangs geplant packten wir schon am 13.8 alles zusammen, da der eigentliche Abreisetag sehr verregnet sein sollte.

Zusammenfassend war das diesjährige Fluglager zwar sehr verregnet und der Platz war auch etwas ungeschickt gelegen, jedoch war die Stimmung immer sehr gut und wir konnten trotz dem schlechten Wetter schöne Flüge genießen und zwei tolle Wochen erleben.